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In eigener Sache

Hallo ihr lieben Menschen. Der Inktober ist jetzt schon eine kleine Weile vorbei und hat mich, wie schon die Inktober Monate in denen ich davor mitgewirkt habe, einige für mich sehr relevante Sachen gelehrt.
Zum einen: Das mit dem Zeichnen klappt immer besser und es wird so nach und nach auch immer schneller, was bedeutet, dass ich wiederum mehr Zeit für steigenden Qualität habe etc. etc. Good Times. 🙂

Das mit dem Sachen verkaufen ist aber, da kann man nichts schön reden, ein kompletter Schuss in den Ofen.
Immer wieder haben mich Leute gefragt, warum ich mit dem was ich mache kein Geld verdiene und so dachte ich mir im letzten Jahr, dass ich es ja einfach mal probehalber versuchen kann. Als zusätzlichen Anreiz habe ich das verdiente Geld gespendet, weil es mir wie ein nahezu unwiderstehliches Angebot vorkam. Eine Original-Zeichnung UND gutes Karma, weil man hungernden Kindern hilft? Das muss doch einfach klappen. Tut es nicht. Bestenfalls „kaum“.
Dann dachte ich mir dieses Jahr „Hey, vielleicht wollen die Leute ja nicht nur anonyme hungernde Kinder, sondern auch mich unterstützen und habe die Bilder deswegen zum Festpreis angeboten und festgelegt, dass 50% an mich und 50% an hungernde Kinder gehen. Das entspricht dann nebenbei einem Stundenlohn von etwa drei Euro, aber mir ging es ja eher um das Prinzip, als um das Geld. Das hat jedenfalls noch schlechter funktioniert und von 31 Bildern wurde eins verkauft. Eins! Das muss man einfach nochmal schreiben.
Somit beende ich das Experiment an dieser Stelle und komme auf die Frage „Warum verdienst Du mit Deinem ‚Talent‘ kein Geld?“ zu dem nahe liegenden Schluss „Weil sich mit dem was ich mache, so wie ich es mache kein Geld verdienen lässt.“

Dabei ist mir selbstkritisch wie ich bin klar, dass das zu einem gewissen Teil auch mein Fehler ist. Ich mache kaum Werbung und socialize und networke nur in sofern, dass ich meine Sachen anbiete, aber die üblichen Taktiken um Leute anzulocken weitestgehend vermeide. Ich mag meine Sachen und glaube daran, dass Leute, die meine Sachen WIRKLICH mögen, sie auch mal anderen Leuten zeigen, ohne dass ich wie ein Marktschreier daneben stehe und sie jedem ungefragt ins Gesicht halte, der gerade vorbei kommt. Auch ist mein Stil natürlich nicht jedermanns/-fraus Sache und ich wurde auch schon gebeten, bunte Sachen zu veröffentlichen, worauf ich ehrlich gesagt nur wenig Lust habe. All das ist natürlich mein Fehler und so bin ich auch niemandem böse, dass so gut wie nichts gekauft wurde.

Mit Cartoons und Comics in Deutschland Geld zu verdienen ist schwer. Leute wie zum Beispiel Marvin Clifford oder Sarah Burrini arbeiten 50 und mehr Stunden in der Woche daran, veröffentlichen Bücher und Comics in deutschlandweit bekannten Tageszeitungen, bekommen Preise für ihre Werke, haben tausende Menschen, die sie in den sozialen Medien verfolgen und mögen und verdienen trotzdem durch Spenden für die sie exklusive Zeichnungen und andere Werke anbieten vielleicht ein paar hundert Euro im Monat. So ist es in dem Business halt.
Das bedeutet nicht, dass man von dem Beruf nicht durchaus leben kann, wenn man es richtig macht. Die o.g. Personen schaffen es ja auch. Aber es gibt durchaus einfachere Wege, sein Gehalt zu verdienen…

Jedenfalls, um wieder zum ursprünglichen Thema zu kommen, habe ich nun einige Entschlüsse gefasst, die auf  kaum jemanden Einfluss haben werden, mir aber nennenswert erscheinen.
1) Ich werde bis auf weiteres keines meiner Bilder mehr verkaufen. Einige wenige werde ich an liebe Menschen verschenken (und ich weiß jetzt schon, wer die Personen sein werden) und der Rest bleibt in meinem Besitz.
2) Ich werde für diese Webseite kein Geld mehr ausgeben, was zum einen daran liegt, dass WordPress den Preis um 50% erhöhen will und ich zum anderen schon vor einem Jahr bemerkt habe, dass die Seite täglich von vielleicht einer oder zwei Personen besucht wird, was die Kosten bei aller Liebe nicht rechtfertigt. Die Seite wird trotz allem weiterhin da sein und auch weiterhin neue Cartoons anbieten, dann aber unter 
https://2null3.wordpress.com erreichbar sein und vermutlich ein anderes Design haben. Außerdem bin ich nicht sicher, ob WordPress Werbung einblenden wird, aber das werden wir dann ja sehen.
Nebenbei bin ich auch weiterhin bei Facebook und Instagram vertreten. Es gibt also für interessierte Freunde meiner Bildchen mehr als genug Alternativen.

Zuletzt noch ein kleiner Aufruf an alle, die sich gerne sozialer Medien bedienen: Zeigt was Euch gefällt! Nicht nur bei mir, sondern generell. Gerade die sozialen Medien leben von der lauten und offenen Kommunikation und es ist für jeden Künstler eine willkommene positive Bestätigung in seinem Tun, wenn Ihr seine/ihre Werke nicht nur mit einem stillen Lächeln vor dem PC würdigt, sondern es dem Künstler durch einen like oder einen Kommentar zeigt (denn wenig ist so deprimieren wie ein Werk in das man mehrere Stunden investiert hat und das dann mit einem einzelnen wortlosen erhobenen Daumen honoriert wird).
Mir ist klar, dass ich jetzt verzweifelt klinge, aber um mich geht es nicht. Auch nicht darum Datensammlern in den sozialen Medien in die Hände zu spielen, denn mit der offenen Sympathie für ein Kunstwerk jedweder Art lockt man keine große Firma an (außer das Kunstwerk gehört der Firma, was dann aber meistens so oder so gut erkennbar ist). Es geht darum, Dinge die einem gut gefallen zu honorieren. So wie man es auch bei einem Konzert oder einer gelungenen Landung oder im Theater tut. Und im Internet ist das ganze physisch gesehen sogar noch einfacher, da keiner von Euch erwartet, dass Ihr aufsteht und 10 Minuten applaudiert.
Ihr macht damit den Menschen, die Euch mit ihrer Arbeit eine Freude machen wollen ebenfalls eine Freunde und das kostet dann außer ein paar Sekunden Zeit gar nichts.

Das nun soweit von mir und jetzt mache ich erst einmal den nächsten Cartoon fertig.
Kleine Anmerkung: Die Dinger werden in Zukunft insgesamt weniger nachdenklich und dafür etwas autobiografischer.

Bussi und bis bald. 

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YAY! Kommerz und gute Taten!

English text follows below!

Hallo Freunde!
Nachdem das #itcouldbebetter Projekt ein Jahr lang Pause hatte, verkaufe ich in diesem Jahr alle #inktober 2018 Zeichnungen für jeweils 20.- Euro pro Zeichnung, wobei der Versandt im Preis bereits enthalten ist.
50% aller Einnahmen werden an Unicef gespendet.

Wer mehr optional als 20 Euro für ein Bild zahlen möchte, spendet damit automatisch auch mehr.
UNABHÄNGIG DAVON gilt aber die „Wer zuerst kommt, mahlt zuerst“ Regel, unabhängig vom Betrag.

Bei Bedarf kann man sich per Email an 2null3@gmail.com bei mir melden.

Hello Friends!
In order to revive the #itcouldbebetter project I’ll sell all #inktober 2018 drawings for 20.- Euro each (includes shipping). 50% of all money earned through this sale will be donated to UNICEF.

If you optionally want to pay more than 20 Euro, you’ll automatically donate more money to UNICEF but each drawing will be sold to the first buyer who contacts me, regardless of that.

Feel free to text me via Email (2null3@gmail.com) if you want to buy something.